Navigation

"The End of Evangelion" - Das Ende und der Anfang

 

           

 

Das Ende war nicht das Ende, wir spulen zurück, befreien uns vom Gedankenschwall - nur für kurz, er kommt wieder, aber später, später, jetzt noch: Die Lust am Hass zum Leben. Ich will nicht! Lasst mich! Und du: Wach auf! Wach auf - und sei nicht so nackt, denn ich könnte das Wort "Ficken" nicht einmal stottern, aber meine Hand denkt für mich. Keine Zeit, sich vor sich selbst zu ekeln, weil die Welt am Abgrund steht. Ich könnte niemals aussprechen, was mich zerreißt, aber ich kann schreien, weil ich nicht nur ein kleiner Junge, sondern auch ein riesiges Etwas, was mir unerklärt und doch so nahe wie eine Mutter, und ich selbst als Riese verzweifelt und hilflos. Die Welt geht unter - es wird getanzt. Der Countdown läuft, der Combo-Kill will, dass du ihn willst und du willst ihn und du zerfetzt alles. Du zerfetzt alles, weil dort, wo wir atmen, die Sonne nicht mehr hinscheint und eure Versprechen nicht einmal als Klopapier taugen. Weil Schreien geil ist und geil macht und nach dem Gewaltorgasmus die mentale Kastration folgt. Warum habt ihr mich nie geliebt? Warum habt ihr uns nie geliebt? Wie sollen wir lieben und überhaupt uns selbst - und nein, mein Gewichse zählt nicht dazu. Ich schreie, weil die Welt untergeht und damit sie untergeht. Ich will keinen Weltuntergang und ich will ihn und es gibt ihn nicht.

 

             

 

Alles stirbt und alles erwacht zum Leben. Die Welt ist in meinem Kopf, oder mein Kopf ist in der Welt angelangt. Ich bin eine hilflose Marionette - meiner selbst. Ich war einst ein Kind, das weiß ich noch ganz genau. Ich will erwachsen werden, doch ich will nicht erwachen, aber ich wecke mich selbst auf, wenn ich schreie, dass ich es nicht will. Ich will doch nur ein wenig Nähe, gebt mir doch etwas Nähe, Liebe, Zuneigung! Wir gottverdammten Igel, die sich beim Knutschen aufspießen! Mach, dass es aufhört! Lass Heiligkeit aus deiner Wirbelsäule bluten! Lass mich rein! Lass alle rein, ineinander...

Es gibt Nähe, es gibt keine Nähe. Es gibt Erlösung, es gibt keine Erlösung, ich will keine Erlösung, ich will die Erlösung selbst erreichen, ich kann es nicht, ich kann nicht verstehen, dass ich es kann. Ich bin ein Mensch und ich heule, weil ich dich hasse und liebe und dich und mich aufspieße, wenn ich dich berühre. Sieh mich nicht so an. Sieh mich bitte nicht so an. Und sag doch etwas, sprich doch zu mir, wenigstens diesen einen Gefallen, hier, wo nichts ist, wie es einmal war, wenn ich dich doch nicht einmal anflehen kann, weil ich so verdammt menschlich bin, dass ich es niemals zugeben würde, in all meiner verdammten Erbärmlichkeit, die nicht einmal die Apokalypse verdecken könnte und alles, was du sagst, ist Todesurteil und doch, doch ist es das, was ich gewollt....

WI
DER
LICH

 

 

 

 

 

 

 

Nach oben