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DOGVILLE - Von Menschen und Tieren

"Dogville" - Von Menschen und Tieren

 

                    

 

Menschen
Wie Tiere
Wie Hunde
Nein gar schlimmer als Hunde
Die in ihren Städten wohnen
Die sie "Menschenstädte" nennen und die doch
Hundestädte sind

Menschen
Scheinen so gütig
Scheinen so nett
Nehmen dich auf
Kümmern sich um dich, bis du verträumt
Den Kopf zum Himmel reckst
Und beissen dich dann
Und trinken dein Blut

Menschen
Sind ja so böse
So abgrundtief böse
Sie beissen und fressen und heulen
Manchmal mag ich wilde Tiere gar mehr

Menschen
Man kann sie doch nur hassen
Egal, wer, woher und was er oder sie macht
Immer werden sie zu dem was sie sind
Zu Tieren
Schlimmer noch
Kein Tier ist so schlimm wie ein Mensch
Wenn er nackt ist:

Menschen
Brauchen keine Häuser, keine
Ausgefeilten Umgebungen, um sich zu definieren
Brauchen einen Platz zum Stehen und einen Grund
Greifbar genug, um ihn zu zerquetschen
Um nackter zu erscheinen als sie
Es ohne ihre Haut wären

Menschen
Haben kein Verständnis
Und wenn doch, dann nutzen sie dieses
Kramen in deinem Geist, auf der Suche nach
Dem Etwas, was dich zu Staub zerfallen lässt
Geistig und moralisch

Menschen
Sagen "Moral" und "Anstand" und meinen
Den Dreck, den du dir aus tausend Metern nicht ansehen würdest
Um dich ja nicht zu besudeln

Menschen
Fressen sich gegenseitig
Wer braucht schon äußere Einflüsse
Die Menschheit frisst sich so gerne von innen auf
Das ist ein Freude

Menschen
Manche Menschen
Manipulieren gerne weil sie andere Menschen oder gar alle
Menschen hassen oder auch nicht
Mag man sehen wie man will
Manchmal ist der Hass ein Grund zum Lächeln

Und wenn ich mich dann für dieses Lächeln schäme
Dann denke ich daran
Dass auch ich ein Mensch bin
Und meine Scham löst sich auf
Wer trauert schon über Hunde
Nicht der, der niemals einen Hund hatte

Menschen
Und auch ich ein Teil von ihnen
Aber ich bin besser
Mit Sicherheit

 

  

                                                  

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