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"Apocalypse Now" - Ich bin der Krieg

 

 

     Ich bin der Krieg.
     Ich lasse dich unter Bombenhagel surfen - denn Bombenhagel ist Routine, ist normal, alltäglich, bis Napalm dein neues Deo wird.
     Ich lasse dich den musikalischen Orgasmus spüren, während ich Dutzende Menschen in den Tod reiße, in die Hölle schicke - fremder Tod und deine Geilheit, welch eine Symbiose, da kannst du doch gar nicht "Nein" sagen.
     Ich bin der Krieg und ich habe keine Spielzeugpfeile - diese sind echt und tödlich, mein einziges Spielzeug bist du.
     Ich bin die Tanzfläche für deine feuchten Träume - so unerreichbar hier und so billig dort, aber eines immer: Kaputt.     Lasse dein Sperma in mich fließen - auf eine Körperflüssigkeit mehr oder wenig kommt es hier auch nicht an.
     Schwimme durch deinen eigenen Schweiß, trinke dein eigenes Blut und schau zu, wie die Luft brennt - welch ein Spektakel und das alles nur für dich.
     Ich bin dein Weg zur Hölle - weißt du denn, wo die wahre Hölle liegt?
     Sie liegt im Menschen selbst - also begib dich auf die Reise, tiefer, immer tiefer, bis dass du im Spiegel die brennenden Wälder und die blutigen Leichen siehst. Nur schade, dass es hier keinen Spiegel gibt für dich.
     Ich bin jenseits von Zeit und Raum, denn mein Schrecken ist ewig und unbegrenzt.
     Ich bin der Krieg und die Macht und die Autorität und ich sitze im Dunkeln, denn das Licht habe ich lange gefressen, verdaut und wieder ausgeschieden.
     Ich bin die Angst und der Terror und die Einschüchterung - ich bin dein Herr und Meister und dein Freund und deine Geliebte. Ob du es nun willst oder nicht.
     Ich bin das grausame Maul der menschlichen Verrohheit und du - du bist doch nur eine Fleischfaser zwischen meinen Zähnen.

    Ich bin der Krieg und du bist in mir und ich bin in dir.

 

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