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Die Unmöglichkeit des Ausbruchs

Die Unmöglichkeit des Ausbruchs

 

Nach Augenblicken suchend, festgehalten
Auf Bildern, die als ewig uns erscheinen.
Im Dämmerlicht erwartend die Gestalten,
Die stets in einer Finsternis verweilen.
Am Abgrund stehend, schon zum Sprung bereit,
Der von der Last des Zweifels uns befreit.

Doch zögernd - nein, zu unnütz scheint das Ende,
Das Herz erwartet Mut, die Seele Tat.
Ein Flüstern: "Warte nicht auf eine Wende!
Sie ist stets deines Handelns Resultat!"
Gedanklich aufgestanden, tätig schon -
Real verschreckt vom zweifelhaften Lohn.

Auf Stimmen wartend, die nie etwas sagen,
Nach Möglichkeiten suchend, die nicht sind,
Gedrängt von den naiven, immer gleichen Fragen,
Gebremst vom selbst geschaff'nem Gegenwind.
Im Endeffekt verlor'n in Lethargie,
Als Flucht vor'm unerträglich harten "Nie!".

So stirbt die Zeit und nichts verändert sich,
Kein "wir" erscheint in jener starren Leere,
Die gern erfüllt, berauscht und glücklich wäre,
Und aus der jeder Funken Hoffnung wich.

 

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